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Hirn: Löschen!

 

Picture credits: Flickr / Helga Weber

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass du viele Dinge vergisst? Mit grosser Wahrscheinlichkeit. Warum wärst du sonst Memonic Benutzer? ;-)
Eine kürzlich veröffentlichte Studie, durchgeführt von der Columbia University in New York zeigt verblüffende neue Einsichten auf, wie wir uns Dinge merken (oder eben nicht).

Sie haben unter anderem untersucht, wie wir Informationen und Wissen im 21. Jahrhundert mit omnipräsentem Internetzugang merken. Was sie herausgefunden haben ist hoch interessant: Dank Google und Co schrumpft unsere Fähigkeit, sich an Informationen zu erinnern! Die Quintessenz der Studie ist, dass wir uns zwar immer weniger an die Informationen selbst erinnern können, dafür umso mehr daran, wo wir sie gesehen haben.

Was sie getan haben, ist relativ simpel: Zwei Gruppen von Testpersonen mussten sich 40 Aussagen merken. Eine Gruppe bekam nur diese Aussage, während die andere ebenso erfuhr, wo diese abgespeichert waren (und diese Pfade waren kryptisch und nicht sehr Gedächtnis freundlich). Während die erste Gruppe sich zwar ein wenig mehr Aussagen merken konnte, war die zweite Gruppe in der Lage, sich an die Speicherorte zu erinnern und konnte so unter dem Strich mehr Informationen wieder abrufen.

Es ist nicht so schlimm, dass wir uns an weniger Dinge erinnern können, denn wir haben ja glücklicherweise Memonic ;-)

 
 

Informationsabhängigkeit

 

Sucht, oder Abhängigkeit, ist ein starker Ausdruck. Und ein umstrittener. Häufig wird er mit Dingen wie Alkohol, Drogen oder Zigaretten in Verbindung gebracht. Diese Abhängigkeiten haben normalerweise einen negativen, psychologischen und physischen Einfluss, das heisst, sie schaden der Gesundheit und dem Geist. Aber es gibt auch andere Abhängigkeiten wie zum Beispiel Kaffeetrinken, die nicht zwingenderweise Schaden am Körper oder Geist verursachen. Gemeinhin werden sie als weiche Abhängigkeiten (Anm. d. Autors: Aus dem Englischen „Soft Addiction“ frei übersetzt) bezeichnet. Sie haben eher einen negativen Einfluss auf das persönliche Zeitmanagement und die Produktivität. Ein gut bekanntes Beispiel hierfür ist die Internetsucht, die zurzeit in voller Munde ist. Heute würde ich gerne folgende Frage in den Raum stellen: In welchem Ausmass bist du abhängig von Informationen?

Source: Flickr.com / Giuseppe Bognanni

Informationen sind nicht aufs Internet begrenzt. Denk beispielsweise an Zeitungen, Bücher, TV, Radio oder Mund zu Mund Propaganda. Aber ich denke, wir sind alle einer Meinung, wenn ich behaupte, dass das Internet eine der grössten Quellen für allerlei Arten von Informationen geworden ist. Twitter registriert mehr als 1.600 Tweets in der Sekunde, das sind 142 Millionen pro Tag. Facebook zählt über 11.500 Statusupdates und Posts pro Sekunde, welche total mehr als 1 Milliarde solcher Informationsblöcke am Tag sind. Und in jeder Minute eines jeden Tages werden mehr als 48 Stunden Videomaterial auf Youtube hochgeladen. Überwältigend, erst recht, da es wahrscheinlich weiterhin zunimmt. Das sind alles Informationen letzten Endes.

Sei es im Job oder im privaten Umfeld, wir sind immer auf Wissen angewiesen, welches schlussendlich auf Informationen basiert. Es hilft uns, Aufgaben zu erledigen, Projekte zu führen, mit anderen Personen zu diskutieren und es bildet uns. Aber wie viel Informationen konsumierst du? Ist es, nur um durchs Leben zu kommen? Dann würde ich es wohl kaum als Sucht bezeichnen.

Patrice sagt: „Ich habe 333 Abonnements in meinem Google Reader und nur 47 ungelesene Nachrichten. Wann immer ich einen ruhigen Moment habe, öffne ich entweder das NZZ App auf meinem iPhone oder das Dashboard. Also ja, ich denke, ich bin von Informationen abhängig.“ Chris stimmt zu: „Ein Grund, warum ich News-Feeds oder andere Nachrichten in jeder freien Minute lese: um informiert zu sein.“ Kann man das bereits als Sucht bezeichnen? Marc auf der anderen Seite denkt, dass es Quatsch ist: Wenn du ohne es leben kannst, ist es keine Sucht. Interessanter Punkt, insofern dass er für die meisten, wie eingangs erwähnten harten Abhängigkeiten zutrifft. Wenn du die Dinge weglässt, und zu zittern beginnst, bist du wahrscheinlich abhängig. Für die aber etwas unscheinbareren Abhängigkeiten, den „Soft Addictions“, hingegen stimme ich nicht zu. Ich erwarte nicht, dass jemand zu schlottern beginnt, nur weil er oder sie keinen Zugang zu Informationen, News und anderem hat.

Ich denke, ich würde die Linie dort ziehen, wo es beginnt, das persönliche Zeitmanagement, die Produktivität und die Stimmungslage zu beeinflussen. Wenn du beginnst, Aufgaben auf die lange Bank zu schieben, weil du wieder einmal an den News oder sonst im Internet hängen geblieben bist, ist es wohl zumindest ansatzweise ein Suchtverhalten. Wie Patrice gesagt hat, er öffnet seinen Google Reader für gewöhnlich, wenn er einen ruhigen Moment hat, was ihn aber nicht an seinen Erledigungen und Aufgaben hindert. Ich für meinen Teil erwische mich von Zeit zu Zeit, wie ich im Internet herumsurfe, diversen Links folge, obwohl ich längst die Informationen gefunden habe, die ich ursprünglich gesucht habe, weil ich sehr wissbegierig bin und darum gerne und viel lese, auch wenn es nicht direkt mit dem zusammenhängt, was ich tun wollte. Das könnte auch bereits ein Anzeichen für Suchtverhalten sein, obwohl ich mich nicht als Süchtigen bezeichnen würde (was unter anderem für ein Symptom einer Sucht gehalten wird ;-) ). Chris fügt zu seiner vorherigen Aussage hinzu: „Zweiter Grund: um Zeit tot zu schlagen, denn ich habe irgendwie die Fähigkeit verloren, nichts zu tun. Dies wird ebenso beeinflusst durch die Tatsache, dass wir einfach und immer Zugang zu Informationen haben. Vor einigen Jahren hatte ich noch keinen Hangover, wenn ich in die Ferien gefahren bin. Aber diesen Frühling habe ich bemerkt, wie ich ungeduldig darauf gewartet habe, die Schweizer Grenze zu passieren, um wieder 3G Empfang zu haben.“

Nun, sind es also die Umstände, die uns zur Überkonsumation von Informationen verführen? Ich denke nicht. Nur weil wir die Möglichkeit dazu haben, heisst das noch lange nicht, dass wir auch müssen. Unsere Unterhaltung bezüglich dieses Themas ging noch eine Weile weiter, und wir hatten das Gefühl, dass es auch eine philosophische Komponente dabei hat.

Gerne würde ich diese Diskussion hier weiterführen. Was denkst du über die Informationsabhängigkeit, die wir heute vermehrt feststellen? Hast du dich selbst auch schon erwischt, wie du während einer Sitzung deine Facebook Timeline durchgescannt hast? Oder wie du deinen Twitterfeed während des Abendessens gelesen hast? Bist du süchtig? Ist es schlimm, letzten Endes?

 
 

Importiere deine Evernote Notizen in Memonic!

 

Yep, richtig gehört! Aufgrund grosser Nachfrage haben wir uns entschieden, einen Evernote-Importer zu implementieren. Gesagt – getan! Nun ist es ganz einfach, eure bestehenden Evernote Notizen in Memonic zu importieren. Wie schon beim Delicious Importer hoffen wir, dass wir euch damit dienen können.

Somit könnt ihr eure Evernote Notizen mit Memonic benützen: Teilt sie mit Freunden, sammelt neue mit Freunden und seht, was gerade angesagt ist dank dem Memonic Dashboard, wo ihr euch mit Freunden und Bekannten vernetzen könnt.

Wie es funktioniert:

Evernote erlaubt es euch, all eure Notizen in eine Datei zu exportieren. Selektiert alle Notizen, bevor ihr sie exportiert. Danach könnt ihr die Datei hier hochladen und ab da kümmern wir uns um den Import. Wichtig: falls eure Evernote-Kollektion sehr gross ist, nehmt mit uns zuerst Kontakt auf: comment@memonic.com

  • All eure Links, Tags und Beschreibungen werden importiert
  • Private Bookmarks und Notizen bleiben privat, öffentliche bleiben öffentlich.
  • Ihr erhaltet eine E-Mail, sobald der Import abgeschlossen ist.

Wenn ihr mehr erfahren wollt, geht zu: http://www.memonic.com/tools/import/evernote

Wir freuen uns auf eure Kommentare!

 
 

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